Gärtnerei Strickler
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Wildobst aus dem eigenen Garten

Wildobst - gesund, abwechslungsreich und attraktiv. Als Sichtschutzhecke oder Solitärgehölz mit abwechslungsreichen Blüten und Früchten von Mai bis Oktober.

 

Eine Obsthecke aus Wildfrüchten bereichert jeden Garten sowohl im ökologischen Sinn als auch optisch. Die Früchte ergänzen unseren Speiseplan aufs Beste. Zur Selbstversorgung verarbeiten wir Schlehe, Eberesche und Heidelbeere zu Obstwein oder Likör. Sanddorn und Kornelkirsche pressen wir zu Fruchtsaft, Maibeere und Himbeere naschen wir direkt vom Strauch. Wildkirschen und Hagebutten trocknen wir und verwenden sie im Teeaufguss und im Winter knacken wir die Haselnüsse, die wir im Herbst geerntet haben.

 

Einleitung

Vielerlei Obstsorten gibt es heute das ganze Jahr über, aber nicht nur das, sondern man bekommt fast zu jeder Jahreszeit das komplette Standard-Sortiment. Erdbeeren zu Weihnachten, Kirschen im März, frische Äpfel im Juni. Woher das Obst stammt und wer es wie produziert wissen wir meist nicht mehr. Als Vitamin C-Spender bekommen wir Orangen und Zitronen angepriesen. Nur die unscheinbaren Früchte am Wegesrand bekommt man nicht.

Aber Schlehe und Co erleben gerade eine Renaissance. Besondere geschmackliche Eigenschaften und Inhaltstoffe wie hoheVitamin Gehalte sind wieder gefragt. Und da schlagen unsere Wildfrüchte die hochgezüchteten bzw. die unreif geernteten Früchte um Längen. Sanddorn setzt seinen Siegeszug als Vitamin C-Bombe immer weiter fort. Holundersaft ist in keinem Bioladen mehr wegzudenken. Alte und neue Wildfruchtsorten kommen wieder auf den Markt.

 

Wie und warum entstehen Wildfruchtsorten?

Wildobst wurde bis vor noch nicht gar so langer Zeit ausschließlich von Hecken gesammelt. Erst in den letzten ca. 150 Jahren begann man ganz gezielt zu züchten. Dabei waren Kirschen, Äpfel, Birnen, Weintrauben, Brombeeren, Johannis- und Stachelbeeren die ersten. Dann folgten Hasel- und Walnuss. Manchmal fand man aber auch durch Zufall eine Sorte wie z. B. bei der essbaren Eberesche, die um 1810 von einem Hirtenjungen in Nordböhmen gefunden und von einem Bauern im Ort weiterveredelt wurde, von dort aus gelang sie schnell große Beliebtheit und verbreitete sich schnell weiter.Manchmal entdeckte man auch aus der Not heraus den Nutzen einer Wildfrucht. So war es z. B. beim Sanddorn. In den ehemaligen Ostblockstaaten herrschte nach dem zweiten Weltkrieg ein Mangel an Früchten mit hohem Vitamin C-Gehalt. Äpfel wurden selbst nicht genügend angebaut und aus dem Westen bekam man nur die eher minderwertigen Überschüsse der Apfelsorte Delicius mit geringem Vitamin C-Gehalt. Man wusste aber, dass Sanddorn ein Vielfaches an Vitamin C beinhaltet und dieser im kontinentalen Ostklima mit oft sehr sandigen Böden sehr gut wächst. Man pflanzte riesige Felder mit Sanddornsämlingen für die Obstnutzung auf, und in diesen Beständen wurden die heutigen Sorten ausgelesen und in Großplantagen angebaut.

 

Wildobst für den Natur- und Biogarten

Mit diesem Thema kann man viele Gartenbesitzer auf Wildpflanzen aufmerksam machen. Kindern und Erwachsenen macht das Naschen, Ernten und Verarbeiten viel Spaß und für die Tierwelt sind die Früchte von sehr hohem Wert, auch wenn es Sorten sind. Kombinationen von Wild- und Kulturobst ergeben im biologischen Gleichgewicht gesunde Pflanzen und reiche Ernte. Ein Naschgarten für die ganze Familie mit einer Erntezeit von Mai bis November ist schon etwas besonderes. Ein solcher Garten bringt viel Freude, Erlebnis, Genuss und Gesundheit, aber auch ein Stück Schutz unserer Umwelt durch Lebensräume für Insekten, Vögel Kleinsäuger und gefährdete Pflanzen. Gestalterisch sehr hochwertig, wirkt er übers Jahr sehr abwechslungsreich und ästhetisch.